Orcas bei Rensei Taikai
Dai Nippon Butoku Kai
in Griechenland




Donnerstag, 08. Oktober, Ankunft in Athen mit leichter Verspätung um ca. 20 h bei noch knapp 23 °C. Dies lies auf ein paar sonnige Tage hoffen - obgleich die meiste Zeit in der Halle verbracht wurde.

Guenther Engelhard und Monika Wiesner (Budoclub "Die Orcas"), die dem Verband Asiatischer Kampfkünste (VAK e.V.) angegliedert sind, konnten auf der diesjährigen Veranstaltung der Dai Nippon Butoku Kai ( DNBK ) nun Deutschland wiederum repräsentieren. Rund 280 Teilnehmer aus 15 Nationen weltweit, wie den USA, Japan, Armenien, Belgien, Kanada, Frankreich, Israel, Italien, Malta, Spanien, England, Rumänien, Ungarn und Griechenland, trafen sich auf dieser Rensei Taikai in Athen, um gemeinsam an einem Seminar und an der daran anschließenden Ländervorführung teilzunehmen.



Freitagmorgen nach dem Frühstück ging es direkt in die Halle zu einem freien Training. Hier hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich an die Räumlichkeiten zu gewöhnen und die ein oder andere freie Trainingseinheit zu absolvieren. Pünktlich um 14:00 h war dann die offizielle Begrüßung durch Hanshi Tesshin Hamada, dem Vorsitz der DNBK International Division und Vice President, Honbu, Kyoto (Japan). Um 14:45 h ging es dann mit den Seminareinheiten weiter. Im Bereich Jiu-Jitsu durften wir von den japanischen Meistern Hanshi Kuwahara, Hanshi Kitano und Renshi Koshima Basisarbeit und weiterführende Techniken erlernen. Desweiteren wurden durch andere Meister ebenso die Bereiche Karate, Kobudo, Aikido, Iaido und Kendo gelehrt. Um ca. 17:30 h endete diese Seminareinheit und man machte sich auf den Rückweg ins Hotel.



Am Samstagmorgen war es dann endlich soweit. Punkt 11:00 h gab es nochmals die kurze Gelegenheit auf den Mattenflächen zu trainieren bzw. die Abläufe der späteren Länderpräsentationen durchzugehen. Um 13:00 h wurde dann offiziell zur Aufstellung gerufen. Nach Grußworten von Hanshi Hamada und einer kurzen Gedenkminute, wurden die Nationalhymen von Griechenland und Japan gespielt. Im weiteren Verlauf richtete Takanori Kitamura, Botschafter von Japan in Griechenland, seine Grußworte an die versammelten Kampfkünstler. Nach der zeremoniellen Eröffnung, der Harai no Gi, kamen die Vorführungen der aus Japan angereisten Meister. Nach einer kurzen Pause, ging es dann schließlich mit den internationalen Repräsentanzen weiter. Hier durfte sich nacheinander jedes Land in seinen Kampfkünsten präsentieren. Schließlich war auch Deutschland an der Reihe und wir vertraten hier unser Land ausschließlich in der Kampfkunst des Jiu-Jitsu. Mit prägnanten und effektiven Selbstverteidigungstechniken zeigten wir einen Querschnitt unseres Repertoires. Diese Ländervorführungen fanden gegen 17:00 h mit der traditionellen Osame no Gi ihr Ende.



Daran im Anschluss erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde sowie eine Kalligraphie mit dem Zeichen "Chi Soku" ( no oneself ), desweiteren bekamen wir als zertifizierte Mitglieder eine gesonderte Urkunde mit der Kalligraphie "Shuko Kanshin" ( returning to the past, grasp the ancient wisdom and change the future ). Nach dem nun der aktive Teil beendet war, traf man sich um 19:00 h zum offiziellen Dinner. Neben gutem landestypischen Essen, wurde hier nochmals allen Länderrepräsentanten gedankt und erstmals wurde ein Koordinator für das Land Nepal ernannt. Natürlich durfte bei dieser Abendveranstaltung auch etwas typisch griechisches nicht fehlen; prompt lief eine sechsköpfige Truppe ein, die traditionell griechische Tänze vorführte. Nach dem offiziellen Teil, ließ man es gemütlich in der Hotelbar bei dem ein oder anderen Gespräch ausklingen. Insgesamt war es ein sehr interessantes und gelungenes Event und es fand sich die ein oder andere Gelegenheit zum interkulturellen Austausch.



Text/Bilder: Günther Engelhard / Monika Wienser